MAPA ist eine gemeinnützige Initiative zur Förderung junger zeitgenössischer Kunst aus Lateinamerika, mit Fokus auf Chile.

 

Kunst aus Chile ist einem Schweizer Publikum allenfalls durch ihre wenigen grossen internationalen Vertreter wie Alfredo Jaar oder Paz Errázuriz bekannt. Aber auch allgemein Kunst aus Lateinamerika, das sich über zwei Kontinente erstreckt, trägt nach wie vor den Status des Speziellen und Raren im Programm hiesiger Kunsträume. MAPA arbeitet mit daran, dass diese Kulturen und ihre Akteure breitere Aufmerksamkeit erfahren und unterstützt gerade junge Künstler in ihrer Tätigkeit.

 

Lateinamerikanische Kunst grenzt sich nicht von ihrem westlichen Pendent ab, sondern thematisiert die Dynamik zwischen ihrem lokalen Kontext und der fortschreitenden Globalisierung. Dadurch treten Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ein produktives Wechselspiel. Zum Beispiel teilt sich Chile mit der Schweiz nicht nur die Erfahrung einer markanten Geografie geprägt vom Gebirge, sondern auch den Einfluss verschiedener Kulturen. Die politische und ökonomische Geschichte könnte jedoch unterschiedlicher nicht sein. Diese konträren Aspekte bilden ein reiches thematisches Feld, in dem die Kunst vermittelt und neue Perspektiven aufzeigt.

 

Das Projekt richtet ein besonderes Augenmerk auf Künstler und Werke nach 1990. Dieses Jahr bedeutet einen Wendepunkt für die westliche Politik mit dem Fall der Mauer sowie für Lateinamerika mit dem Ende der Pinochet-Diktatur als die letzte grössere Diktatur des 20. Jahrhunderts. Eine Phase der “Transition” mit neuen Freiheiten und Vorbildern prägt die folgende Jahrzehnte. Neuen Möglichkeiten des künstlerischen Ausdrucks und des Austauschs, aber auch eine latente globale Indistinktion prägen die produktiven Kräfte in der zeitgenössischen Kunst Lateinamerikas. Sie erfährt zudem ein wachsendes Interesse westlicher Kuratoren und Sammler und bildet einen Schwerpunkt in internationalen Museen. MAPA hat zum Ziel, das Potential der ausgewählten Künstler zu stärken und deren Profil im Schweizer und internationalen Kontext zu schärfen.

 

MAPA fördert die Sichtbarkeit junger lateinamerikanischer Kunst in Europa durch Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen. Ein grosses Anliegen ist dabei die aktive Mitgestaltung der Ereignisse durch die Künstler, die so ihre Arbeit weiterentwickeln und sich dabei auch mit europäischen Themen befassen. Der Austausch der Kulturen wird sich idealerweise auch auf die hiesige Kunstgemeinschaft auswirken und grenzüberschreitende Kollaborationen anregen. Diese unmittelbare Zusammenarbeit mit den Künstlern und die direkte Verbindung zum Publikum ermöglicht eine kuratorische Flexibilität und Freiheit, die im Rahmen einer Institution undenkbar wäre.

 

MAPA soll eine Plattform sein für alle, die sich für die Kunst Lateinamerikas interessieren. Die Erlebbarkeit der Kultur und der Austausch mit Gleichgesinnten sind zentrale Aspekte des Programms.

Neben der Daros Latinamerica Collection ist MAPA als dedizierte Initiative für lateinamerikanische Kunst einzigartig in der Schweizer Kulturlandschaft, und strebt die Kooperation mit gleichgesinnten Organisationen in Europa an.

 

Durch den Verkauf originaler Kunstwerke und Serien sowie Künstlerbüchern und Publikationen unterstützt MAPA Projekte in Lateinamerika und hierzulande. Als nicht-gewinnorientierter Verein steht die Reinvestition der Erlöse in ein aktives Programm und den Aufbau einer Sammlung im Vordergrund.

 

 

Erfahren Sie mehr über unser Programm, unsere Künstler, und wie Sie uns unterstützen können.

MAPA is a nonprofit association to support young contemporary artists from Latin America, with an emphasis on Chile.

 

Chilean art is at best known to a Swiss public through its internationally renowned figures such as Alfredo Jaar and Paz Errázuriz. Even on the scale of Latin America, which encompasses two continents, its cultures still bear the label of something rare and special in local arts programming. MAPA joins an overall effort of promoting Latin American cultures and their artists and supports them in their work.

 

 

 

Art from Latin America thematizes the dynamics between its local origin and globalization in a border-effacing manner. Shared political and social experiences, as much as cultural differences, form the working ground for many artists in Latin America and its diaspora.

As an example of our focus, Chile and Switzerland share a striking geography marked by mountains and a culture influenced by their surrounding states and idiosyncratic traditions. Yet, their economic and political history could not be any more different. These contradictions evoke a rich field in which art discloses new perspectives and takes a mediating stand.

 

The association puts particular emphasis on artists and works post 1990. This year marks a turning point for both Western politics with the fall of the Berlin wall and for Latin America with the end of Pinochet’s dictatorship. The subsequent “transition” phase of new freedoms and role models was key for artists in Latin America and particularly Chile. The new opportunities of artistic expression and exchange, but also the latent indistinction in the global art market shape the productive forces in contemporary Latin American art. What is more, Latin American art is subject to  growing interest among international curators and collectors, with many museums establishing dedicated departments to the region. MAPA aims at the development of the artistic potential of the artists in its program and to strengthen their profile in an international context.

 

To achieve this, MAPA fosters the visibility of Latin American art through exhibitions, events, and publications. Active participation by the selected artists is a central point for the association in order to support the development of artistic work and to encourage a lively exchange between artist from Latin America and Switzerland. Ideally, this exchange will encite and facilitate cooperations beyond the two countries’ borders. This immediate collaboration between artists, MAPA, and our audience, allows for a curatorial flexibility and freedom which would be unthinkable within the structures of an institution.

 

MAPA is a platform for everyone who is interested in Latin American art. Our main objectives are to foster the involvement with culture and the coming together of likeminded supporters. With these goals, MAPA finds itself in a unique position in Switzerland’s cultural scene and seeks to collaborate with similar initiatives in Europe.

 

 

MAPA supports projects in Latin America and Switzerland through sales of original artworks and artists’ editions and publications. As a nonprofit association, the revenues will be used to develop an active program as well as to retain works for the creation of a collection of contemporary Latin American art.

 

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